Personal Trainerin Beate Schiffmann beim Joggen im Freien

artikel

Gesundheit und
Wellness Münsterland

Auszug aus dem Titel
"Gesundheit und Wellness
Münsterland und
Osnabrücker Land"

(Neuer Umschau Buchverlag,

978-3-86528-533-1, 34,95 €)

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LOGI im Spiegel der Wissenschaft Ausgabe 7/2015 PDF Drucken E-Mail

Ist die Insulin-Übergewichts-Hypothese widerlegt?


Insulin ist ein lebenswichtiges Hormon. Es sorgt dafür, dass Glukose in die Körperzellen gelangen kann, es fördert die Fetteinlagerung und hemmt den Fettabbau. Daher wurde postuliert, dass ein hoher Kohlenhydratverzehr via Insulin unweigerlich zu Übergewicht führt und dass der isokalorische Austausch von Kohlenhydraten durch Fett den Energieverbrauch und die Fettoxidation des Körpers steigert und so auch ohne Kalorienreduktion zu einem Abbau von Körperfett führt (Kohlenhydrat-Insulin-Modell).

 

 

 

Gesicherte Erkenntnis bis jetzt:


Bei fixierter, gleicher Kalorienzufuhr schnitten kohlenhydratverminderte Reduktionsdiäten meist nicht besser ab als fettreduzierte.
Die Kalorienzufuhr bzw. das Körpergewicht oder das Körperfett sanken unter Kohlenhydratreduktion meist stärker ab, wenn die Diäten ad libitum verzehrt werden, wenn die Probanden also bei Sättigung mit dem Essen aufhören durften.

 

Anlass dieser Meldung


Erstmals wurde das Kohlenhydrat-Insulin-Modell im Rahmen einer aufwendigen Stoffwechselkammer-Studie überprüft, bei der bei gleichbleibendem Proteinanteil nach einer vierwöchigen Basisdiät der Kohlenhydratanteil von 50 auf 5 Energieprozent reduziert und der Fettanteil von 35 auf 80 Energieprozent gesteigert wurde.

 

Studiendesign


Studienart:

multizentrische Interventionsstudie mit ketogener Diät (Pilotstudie)

 

Datenerhebung:

Messungen des Energieverbrauchs in Stoffwechselkammern, respiratorischer Index, Körperzusammensetzung per DEXA und doppelt markiertem Wasser, Kennzahlen des Zucker-, Fett-, Insulin- und Ketonkörperstoffwechsels per Blutanalyse, standardisierte Mahlzeiten ausschließlich in der Stoffwechselstation, körperliche Aktivität mit Bewegungszählern

 

Probanden:

17 übergewichtige Männer, 18–50 Jahre alt, BMI 25–35

 

Dauer:

je 4 Wochen Basis- und ketogene Diät, pro Woche 2 Tage in der Stoffwechselkammer

 

Quelle:

Hall, KD et al., Am J Clin Nutr 2016, doi: 10.3945/ajcn.116.133561

 

Ergebnisse

 

Die Probanden wiesen eine negative Energiebilanz auf, die zum größten Teil durch eine erhöhte körperliche Aktivität bedingt war. Sie verloren im gesamten Studienzeitraum, also unter einer kohlenhydratreichen und -armen Kost, an Gewicht und Körperfett.

Unter der kohlenhydratreduzierten Kost sanken Insulin und Triglyzeride, freie Fettsäuren, Ketonkörper und die Fettoxidation stiegen. Der Energieverbrauch erhöhte sich um ca. 150 kcal täglich, nach Berücksichtigung der Gewichtsabnahmen um rund 100 kcal pro Tag. Nach Beginn der ketogenen Diät verlangsamte sich der Fettabbau zunächst und es wurde mehr Magermasse abgebaut. Dies geschah jedoch nur vorübergehend, danach stieg der Fettverlust wieder an.

Kritiker sehen das Kohlenhydrat-Insulin-Modell damit als widerlegt an. Allerdings ist zu bedenken, dass die gefundenen Unterschiede zwar nicht so groß waren wie postuliert, dass sie jedoch vorhanden und signifikant waren.

 

► Ist damit LOGI infrage gestellt? Keineswegs, denn eine der wichtigsten Grundlagen der LOGI-Methode wurde in dieser Studie gar nicht untersucht: Dass die Reduktion der Kohlenhydrate zu einer geringeren Insulinausschüttung und (verstärkt durch mehr Protein) zu einer besseren Sättigung führt und so die spontane Nahrungsaufnahme und damit auch die Kalorienzufuhr senkt, was einer Überernährung und Übergewicht vorbeugt bzw. entgegenwirkt!


Ernährungsempfehlungen brauchen eine fundierte wissenschaftliche Basis!

 

Quelle: Systemed Verlag

 
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