Personal Trainerin Beate Schiffmann beim Joggen im Freien

artikel

Gesundheit und
Wellness Münsterland

Auszug aus dem Titel
"Gesundheit und Wellness
Münsterland und
Osnabrücker Land"

(Neuer Umschau Buchverlag,

978-3-86528-533-1, 34,95 €)

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LOGI im Spiegel der Wissenschaft Ausgabe 5/2016 PDF Drucken E-Mail

Insulinresistenz: Gegenhormon Glukagon spielt auch mit

 

Insulinresistenz (IR) und Hyperinsulinämie (HI) sind wesentliche Merkmale eines gestörten Zuckerstoffwechsels, sie sind bei Übergewichtigen häufiger als bei Schlanken. Neben der Glukose bestimmen viele Faktoren das Ausmaß der Insulinantwort, u. a. auch die blutzuckersteigernde Wirkung des Insulin-Gegenspielers Glukagon.

 

 

 

Gesicherte Erkenntnis bis jetzt:


Der Blutzuckeranstieg nach Glukosegaben hängt von der Magenentleerung ab, von der Menge an Insulin, C-Peptid und Glukagon sowie von den Inkretinen GIP (Glucose-dependent Insulinomic Peptide) und GLP-1 (Glucagon-Like Peptide), die Glukose im Darm erkennen und die ß-Zellen des Pankreas zur Insulinausschüttung anregen.

 

Anlass dieser Meldung

 

Schweizer Wissenschaftler der Abteilung für Gastroenterologie der Universitätsklinik in Basel untersuchten, wie sich die Regulation der Insulinantwort auf verschiedene Glukosegaben bei schlanken und adipösen Gesunden unterscheidet.

 

Studiendesign

 

Studienart:

randomisierte, doppelt-blinde, parallele Gruppenstudie, 3 Glukosegaben             (10, 25, 75 g in 300 ml Leitungswasser) oder nur Wasser per Magensonde nach mind. 10-stündigem Fasten

 

Datenerhebung:

anthropometrischen Daten, Puls und Blutdruck gemessen, Bestimmung von         GLP-1, GIP, Glucagon, Glukose, Insulin und C-Peptid im Plasma, Magenentleerung indirekt mit 13C-Na-Acetat

 

Probanden:

24, jeweils 6 adipöse (BMI i. D. 38,8) und schlanke gesunde Männer und Frauen (BMI i.D. 22,0) zwischen 20 und 32 Jahren (Schlanke) bzw. 19 und 48 Jahren (Adipöse)

 

Dauer:

Blutentnahmen nach 15, 30, 45, 60, 90, 120 und 180 Minuten

 

Quelle:

Meyer-Gerspach, AC et al., PLoS ONE 2016;11: e0150803

 

Ergebnisse

 

Adipöse hatten nüchtern signifikant höhere Glukose- und Insulinwerte. Der Blutzuckeranstieg war bis 25 g in beiden Gruppen gleich, nach 75 g bei den Adipösen zweieinhalbfach erhöht. Dies bestätigt deren IR und HI, was jedoch nicht an den Inkretinen oder der Magenentleerung liegt (keine Unterschiede zwischen den Gruppen). Ein erhöhtes C-Peptid spricht für einen gestörten Insulinabbau in der Leber. Zudem fand sich nüchtern ein signifikant erhöhtes Glukagon bei den Adipösen. Offenbar unterdrückt deren Insulin die Glukagonsekretion der α-Zellen der Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend. Die hohen Glukagonspiegel verstärken den Blutzuckeranstieg nach dem Essen und damit auch Insulinresistenz und Hyperinsulinämie.

 

► Die Studie vertieft das Verständnis des Zucker-, Insulin- und Glukagonstoffwechsels, der auch bei gesunden Adipösen gestört ist. Geringe Glukosemengen (10 und 25 g) stellen kein Problem dar, größere sehr wohl. Dies spricht für LOGI, wo es keine Verbote gibt, die Kohlenhydrate jedoch deutlich eingeschränkt werden!

Ernährungsempfehlungen brauchen eine fundierte wissenschaftliche Basis!


Quelle: Systemed Verlag

 

 
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